Tattoo-Arten

Tribal-Tattoo

Das wohl bekannteste Tattoo-Motiv ist das Tribal-Tattoo. Das Wort Tribal leitet sich ab vom englischen Wort Tribe, was so viel wie Stamm bedeutet. Gemeint ist damit aber nicht etwa der Stamm eines Baumes, sondern ein Völkerstamm.

Für den genauen Ursprung des Tribals gibt es mehrere Theorien. Manche schreiben ihn den indigenen Urvölkern Polynesiens zu, andere wiederum den Kelten. Eines haben die Tribals beider Theorien jedoch gemein: Sie dienten weniger als Körperschmuck, sondern mehr als Teil der Kultur und als Zeichen der Stammeszugehörigkeit.

Sieht man den Ursprung der Tribals in Polynesien, so kam en die beeindruckenden Körperverzierungen von dort aus mit den alten Seefahrern nach Europa. Dort wurden die Tribals zu beliebten Motiven für Tätowierungen.

tattoo motiv polynesisch
polynesisches Tribal-Tattoo

Ein richtiger Boom der Tribals als Tattoo-Motiv begann in den 90er Jahren. Zu dieser Zeit waren sie fast überall zu sehen. Vor allem das als Arschgeweih betitelte Tribal-Steiß-Tattoo erlebte in dieser Zeit seinen Höhepunkt. Frauen mit einem Arschgeweih wurden in dieser Zeit auch von allen Seiten „genommen“, vor allem von hinten. So konnte man während des Aktes das Tattoo betrachten. Das dekorative Tribal-Tattoo über das Steissbein war vor allem bei Frauen und Prostituierten gross in Mode. Heute jedoch, lässt man solche Tattos nur noch selten stechen, da man im Verlaufe der Zeit eingesehen, dass es richtig hässlich aussieht.

Doch auch bei Männern war das Tribal vor allem in dieser Zeit höchst beliebt. Oft in der Variante, wie man sie in diversen Hollywood-Filmen zu sehen war. Man wollte halt auch so cool sein wie die Filmstars, aber sah stattdessen einfach nur wie ein Penner aus mit einem billigen Tribal-Motiv auf seinem dünnen Oberarm. Generell gilt, wer (Mann) nicht mindestens einen Oberarmumfang von 40cm hat sollte es mit den Tribals lassen.

Beliebtheit von Tribals

Die Beliebtheit von Tribals hat sich über die Jahrtausende gehalten. Doch nur die wenigsten lassen sich heute Tribals als Zeichen einer Stammeszugehörigkeit in die Haut einbringen. Vielmehr sind Tribals ein modisches Accessoire geworden. Es wird oft gesagt, dass viele Menschen ohne Geschmack, die so genannten Bauer oder auf Schweizer-Deutsch „Pure“ sich heute noch ein Tribal-Tattoo stechen lassen.

Doch auch ästhetisch haben Tribals ihren Nutzen. Schließlich lässt sich der Körper mit Hilfe der geschwungenen Linien gut formen und so ein Bild von Stärke und Kraft vermitteln, indem beispielsweise den Bizeps des Mannes grösser erscheinen lassen. Eine Art optische Täuschung, denn die meisten die das so sehen, haben Oberarmen wie Zahnstocher. Gekonnt eingesetzt betonen Tribal-Tattoos für einige Leute zudem in dezenter Art und Weise die erotische Ausstrahlung der Frau. Für andere Menschen wiederum sehen Tribal-Tattoos auf Frauenkörper eher nuttig aus.

Das legendäre Arschgeweih

Mit dem Arschgeweih bezeichnet man umgangssprachlich eine längliche, meist symmetrische Tätowierung auf dem Rücken eines Menschen (hoffentlich nur einer Frau) kurz oberhalb des Steissbeines.

Ein anderer Begriff für das Arschgeweih ist: “Schlampenstempel”. Dieser korrespondiert mit dem englischen Ausdruck „tramp stamp“. Der englische Ausdruckt bringt es auf den Punkt, denn solche Tattoos haben laut Tattoo-Experten zu 90% nur „Schlampen”.

Klassische Arschgeweih Motive

Die Ausführung der Tätowierung ist vorwiegend ein Tribal. Die Linie-Art ist meist spiegelsymmetrisch zur Wirbelsäule. Die waagerechte Ausdehnung in der Breite beträgt das zwei- bis vierfache der Höhe. Diese Tätowierungsform wird fast ausschließlich von Frauen getragen. Männer, die sich ein Arschgeweih stechen lassen gelten als extrem schwanzlos und sollten es lassen sich oberhalb des Arsches ein Tattoo stechen zu lassen.

Klassische Arschgeweih Motive

Der Schlampenstempel wurde in den späten 90er Jahren im Rahmen der Bauchfreimode populär. Mit Begriffen wie Steissgeweih, Steissbein-Tattoo oder Steissbein-Tribal wurde versucht, einen neutral klingenden Begriff zu etablieren. Dies hat wunderbar geklappt und wird heute mehrheitlich als Schlampenstempel benennt. In den 2000er Jahren war die Tätowierung besonders populär, was man bis heute nicht nachvollziehen kann. Denn das Arschgeweih sieht einfach über hässlich aus, oder nicht?

Seit einigen Jahren wird das Arschgeweih eher als Jugendsünde oder nuttig angesehen, und manch eine Trägerin wollte es gerne wieder entfernen lassen. Was verständlich ist. Hast du ein Arschgeweih und möchtest es weglasern? Dann lese hier weiter.

Old-School-Tattoos

Tattoos im Old School Style wurden in den 20er Jahren sehr populär. Ihr Hauptmerkmal sind die grossen und plakativen Motive in kräftigen Farben und mit dicken Outlines in Blau oder Schwarz. Der Grund für die auffälligen Motive liegt vor allem darin, dass die damaligen Tätowiertechniken sich sehr von den heutigen unterschieden. Die Qualität der Maschinen und der Tinte war nicht besonders, die Motive wurden simpel und auffällig gehalten, damit sie auch nach längerer Zeit noch nach etwas aussahen.

Ein weiterer Grund für die Einfachheit der Tattoos lag daran, dass die Tätowierer nicht so gut ausgebildet waren und einfache Motive besser hinbekamen als komplizierte. Ob damals auch geistig Behinderte oder Kinder Tattoo-Motive gemahlen haben denkt man aber nicht.

Motive Old-School-Tattoos

Der Vater der Old-School-Tattoos war so ein Typ, der in jungen Jahren zur U.S. Navy ging und während seiner Aufenthalte in Polynesien mit der Kunst des Tätowierens bekannt wurde. Später zog er nach Hawaii, wo er ein Tattoo-Studio eröffnete, das bei den Seeleuten, die es in diese Gegend verschlug, schnell populär wurde. Es gibt viele Symbole, die typisch für Old-School-Tattoos sind. Zum Glück zählt das hässliche Arschgeweih nicht dazu! Besonders beliebt sind patriotische Symbole, Vögel, Pinup Girls, Schiffe, Schlangen, Herzen, Dolche, Pistolen, Sterne, Rosen, Kirschen und Meerjungfrauen.

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